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Anfang 2001 habe ich mich entschlossen, die berufsbegleitende
Ausbildung zum Webpublisher SIZ zu starten. Mit der Schule Uniresearch
in Muhen habe ich einen guten Grundstein legen können.
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Der erste, schriftliche Prüfungsteil fand
im November 2001 in der Messe Zürich statt. Zusammen mit
758 weiteren Prüflingen beugte ich mich während 4
Stunden über ein 40-seitiges Dokument, um mittels Multiple
Choise die Kreuzchen am richtigen Ort zu machen. Es ist wichtig,
vor diesem Anlass genügend Kohlenstoffe zu sich zu nehmen,
denn die Studiererei geht ganz schön an die Substanz. Wir
haben dies ganz in der Nähe des Hallenstadions in Form
einer riesigen Portion Spaghetti gemacht.
Es kursieren die Gerüchte, das Ganze fühle sich wie
ein Oktoberfest an, mit Festbänken und so. Es hat aber
jeder seinen eigenen Stuhl und ein genau definiertes Plätzchen
für seine Unterlagen. --> Vorher
zu Hause diesen Grundriss abstecken und prüfen, wieviele
Unterlagen man dort stapeln kann.
Ich kann mich noch erinnern, dass einige Ihre Bögen bereits
nach drei Stunden abgaben, während andere eine Viertelsunde
vor Abgabeschluss ihre Ergebnisse noch nicht auf das Lösungsblatt
übertragen hatten. --> Nehmt
euch genug Zeit für das Übertragen, nur diese Resultate
zählen und beim hektischen Ausfüllen kann so manches
passieren!
Ein paar Tage vor Weihnachten erhielt ich dann von der SIZ einen
Brief, wo mir bestätigt wurde, dass sich das Büffeln
und anschliessende Schleppen all der Ordner und Bücher
(ich kam mir damals wie ein Eishockeygoalie vor) zur Prüfung
gelohnt hat.
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Jetzt hatte ich 6 Monate Zeit, den Antrag zum
praktischen Teil, das was ihr jetzt vor euch sehen, einzureichen.
Nun kam die Qual der Wahl. Eigentlich wollte ich schon lange
meine Bierdosensammlung ins Web stellen, aber eine kompexe Datenbankanbindung
war mir zu heiss für die Diplomarbeit. Ein Redesign einer
Vereinswebsite hätte ich machen können, aber das war
laut SIZ nicht erlaubt. Bei einem anderen interessanten Thema
fand ich zum Auftraggeber keinen richtigen Kontakt.
Da kam die Anfrage eines Kollegen eines Arbeitskollegen grad
richtig. Ein Bauernhof sollte ins Netz, samt Fleischrindervermarktung,
Verkauf von Freiberger Pferden und Jack Russell Hunden.
Das war genau das Richtige! Im Juni (ein bisschen spät,
aber noch rechtzeitig) habe ich also meine Vorhaben der SIZ
bekanntgegeben und erhielt nach ein paar Tagen das OK. Jetzt
konnte es losgehen.
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Es war eine spannende und intensive Zeit. Das
Konzept
wurde erstellt und zusammen mit dem Auftraggeber die Inhalte
der Website diskutiert. Ich habe viel gelernt während des
Programmierens. Die Einbindung der geforderten Inhalte war nicht
allzu schwierig, in einem Zusatzkurs hatte ich bei der Uniresearch
ein Memory mit Flash von Grund auf programmiert und am Arbeitsplatz
habe ich in einer anderen Anwendung mit einem Arbeitskollegen
das nötige Rüstzeug zur Datenbankanbindung erlernt.
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Am 8. Oktober hatte ich bei der SIZ den Termin für die
Vorstellung der Diplomarbeit. Es war alles halb so schlimm.
Die Experten waren sehr nett und haben zu Beginn festgehalten,
dass sie in der Präsentation folgende Themen bewerten
würden:
- Zielgruppe
- Gestaltung
- Navigation
- Technologie
- Kommunikationsmöglichkeiten
- Inhalt/Struktur
Das hat mein Konzept der Vorstellung etwas durcheinander
gebracht. Ich habe dann versucht, diese Punkte in meinem Vortrag
einzubinden, bin dann aber kreuz und quer duch die Website
gesegelt um diese oder jenes zu erklären. -->
Bereitet euch gut vor, wie ihr die Website präsentieren
wollt. Es wäre gut, wenn sich ein roter Faden durch die
Präsentation ziehen würde.
Nachher kam er mündliche Prüfungsteil. Ich wurde
zu Bildformaten, Layout, Farben, verwendeten Tools befragt.
Dann wollten die Experten wissen, wie das Formular versendet
wird. Ich musste auch in den Quellcode und gewisse Inhalte
näher erläutern. Schnell war aber die ¾ Stunde
vorbei und ich für's Erste erlöst. Jetzt begann
die lange Warterei auf das Prüfungsresultat.
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24.10.02: Das Prüfungsergebnis flattert
ins Haus - BESTANDEN! Die Diplomarbeit wurde mit der Note 5
bewertet, ebenfalls der Theoriemarathon. Schlechtestes Ergebnis
war wie erwartet der mündliche Teil. Also noch einmal:
gut vorbereiten! |